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Bei Gesamtkosten in Höhe von 35.000 Euro hatte
die Stadt im vergangenen Jahr 14.400 Euro zur Stadtranderholung
beigesteuert. Diese freiwillige Ausgabe musste unter dem
Nothaushaltsrecht zurückgefahren werden.
Während die Kinder der Stadtranderholung unter der Anleitung von Anina
Münch und Kai Schiefer vom TuS Chlodwig spielerisch erste Handgriffe in
asiatischen Kampfsportarten lernen, kämpft die Ferienfreizeitmaßnahme
der Stadt Zülpich ums Überleben. Im Vorjahr waren noch 163 Kinder mit
von der Partie gewesen, jetzt sind es nur 47.
Beim Taekwondo sollen
die Kinder, wie Teamleiterin Laura Kaidis erläuterte, „lernen, sich
nicht herumschubsen zu lassen und auch mal Nein zu sagen“. Wie man an
den Anmeldezahlen sieht, können viele Eltern aus der Römerstadt das
bereits. Dass dabei die drastische Erhöhung der Elternbeiträge eine
Rolle spielt, die im März im Sozialausschuss beschlossen wurde, liegt
auf der Hand. Bei Gesamtkosten in Höhe von 35.000 Euro hatte die Stadt
im vergangenen Jahr 14.400 Euro zur Stadtranderholung beigesteuert.
Diese freiwillige Ausgabe musste unter dem Nothaushaltsrecht
zurückgefahren werden.
Geringverdiener mit einem Jahreseinkommen
bis zu 13.000 Euro kamen dabei mit einer Erhöhung von 64 auf 90 Euro
günstiger weg als Eltern mit höheren Einkünften. Die deutlichste
Beitragssteigerung betraf Eltern mit jährlichen Einkünften über 50.000
Euro, die nunmehr 420 statt 181,50 Euro berappen müssen. Dies
quittierten vor allem die Besserverdienenden mit einem massiven Ausstieg
aus der Ferienfreizeitmaßnahme.
Der Beigeordnete Ulf Hürtgen
hält das Preis-Leistungs-Verhältnis nach wie vor für angemessen.
Rundumbetreuung
„Drei Wochen lang werden die
Kinder betreut, verpflegt und in den Außenorten abgeholt, auch die
Eintrittspreise, etwa fürs Phantasialand, sind inklusive.“ Hier irrte
Hürtgen allerdings. Der Freizeitpark in Brühl wurde aus Kostengründen
durch preiswertere Angebote ersetzt. Wie es nun mit der
Stadtranderholung, die von Caritas und Stadt organisiert wird,
weitergehen soll, habe die Politik zu entscheiden, meinte der
Beigeordnete.
Um diese Aufgabe sind die Stadtverordneten nicht zu
beneiden. Bei der Berechnung der kostendeckenden Beiträge war die
Verwaltung davon ausgegangen, dass im Anmeldeverhalten in etwa alles
beim Alten bleibt. Jetzt sind die Besserverdienenden quasi ausgefallen,
nach den Regeln der Mathematik müsste diese Einbuße in Zukunft bei den
Eltern mit geringeren Einkommen wieder reingeholt werden. In diesem
Jahr, so Hürtgen, werde die Stadt die Verluste auffangen müssen. Wegen
der wenigen Kinder sei die Summe aber weit geringer als im Vorjahr.
Quelle: KStA.de
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