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Etwa 60 Stuten unterschiedlichster Rassen
wurden am Dienstag der fachkundigen Jury vorgeführt, die die Rösser nach
Kriterien wie Typ, Gestalt, Gang und Gesamteindruck einstufte. Für die
Fohlen gab es diesmal Chips statt Brandzeichen.
Die alljährliche Stuteneintragung und Fohlenschau auf dem Rittergut
Schick ist ein Spiegel der wirtschaftlichen Verhältnisse im Land. Von
Jahr zu Jahr kommen weniger Züchter der Region. „Das ist eine allgemeine
Tendenz, Pferdezucht ist zurzeit nicht rentabel“, erklärte Ulrich
Dollbaum von Rheinischen Pferdestammbuch.
Der Absatz der Rösser sei
schwierig, was dazu führe, dass viele Züchter ihre Stuten anstatt
jährlich nur noch zwei- oder dreijährig belegen lassen. „Wie es
weitergeht, kann man nicht sagen. Sicherlich wird es der Branche besser
gehen, wenn sich die allgemeine Wirtschaft berappelt hat“,
prognostizierte Dollbaum.
Etwa 60 Stuten unterschiedlichster
Rassen wurden am Dienstag der fachkundigen Jury vorgeführt, die die
Rösser nach Kriterien wie Typ, Gestalt, Gang und Gesamteindruck
einstufte. Dabei war die Rede von „etwas beladenen Lenden“ und
„geregeltem Gang“, von „schönen Aufwärtsbewegungen“, „typgerechten
Modellen“, „schöner Bemuskelung“ und einem „feinem Fundament“.
Guter Überblick
Dem Fachpublikum gab die
Schau einen guten Überblick über den jeweiligen Fohlenjahrgang und die
jungen Stuten, die als Zuchttiere in die Stutbücher des Rheinischen
Pferdestammbuchs aufgenommen werden. Wie immer gab es für die Besucher
auch ein kurzweiliges Rahmenprogramm. Die Kinder hatten Spaß bei
Ponyreiten und Planwagenfahrten auf dem Gelände des Rittergutes.
Außerdem zeigten einige Schülerinnen der Reitanlage Bolten mit ihren
Pferden auf dem Sprungparcours ihr Können. Jüngere Schülerinnen
präsentierten auf Ross Aramis, was sie in ihren Voltigierübungsstunden
erlernt haben.
Da, wo sonst auf die linke Flanke der Pferde das
Brandeisen gesetzt wurde, damit die Tiere eindeutig ihrer Rasse
zugeordnet werden können, gab es diesmal fast ausschließlich Spritzen.
Mit diesen wird ein Mikrochip unter die Haut der Tiere implantiert, auf
dem alle wesentlichen Informationen gespeichert sind. „Der Transponder
ist für die Fohlen mittlerweile zwingend vorgeschrieben“, erklärte
Ulrich Dollbaum. Der Züchter kann selber entscheiden, ob er zusätzlich
noch den Heißbrand durchführen lässt - was am Dienstag nahezu keiner
wollte. Dollbaum: „Irgendwann in absehbarer Zukunft wird es sicherlich
eine Gesetzgebung geben, die den Heißbrand gänzlich verbieten wird.“
Quelle: KStA.de
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