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„Geregelter Gang, feines Fundament“
Mittwoch, 14. Juli 2010

Etwa 60 Stuten unterschiedlichster Rassen wurden am Dienstag der fachkundigen Jury vorgeführt, die die Rösser nach Kriterien wie Typ, Gestalt, Gang und Gesamteindruck einstufte. Für die Fohlen gab es diesmal Chips statt Brandzeichen.

Die alljährliche Stuteneintragung und Fohlenschau auf dem Rittergut Schick ist ein Spiegel der wirtschaftlichen Verhältnisse im Land. Von Jahr zu Jahr kommen weniger Züchter der Region. „Das ist eine allgemeine Tendenz, Pferdezucht ist zurzeit nicht rentabel“, erklärte Ulrich Dollbaum von Rheinischen Pferdestammbuch.

Der Absatz der Rösser sei schwierig, was dazu führe, dass viele Züchter ihre Stuten anstatt jährlich nur noch zwei- oder dreijährig belegen lassen. „Wie es weitergeht, kann man nicht sagen. Sicherlich wird es der Branche besser gehen, wenn sich die allgemeine Wirtschaft berappelt hat“, prognostizierte Dollbaum.

Etwa 60 Stuten unterschiedlichster Rassen wurden am Dienstag der fachkundigen Jury vorgeführt, die die Rösser nach Kriterien wie Typ, Gestalt, Gang und Gesamteindruck einstufte. Dabei war die Rede von „etwas beladenen Lenden“ und „geregeltem Gang“, von „schönen Aufwärtsbewegungen“, „typgerechten Modellen“, „schöner Bemuskelung“ und einem „feinem Fundament“.

Guter Überblick

Dem Fachpublikum gab die Schau einen guten Überblick über den jeweiligen Fohlenjahrgang und die jungen Stuten, die als Zuchttiere in die Stutbücher des Rheinischen Pferdestammbuchs aufgenommen werden. Wie immer gab es für die Besucher auch ein kurzweiliges Rahmenprogramm. Die Kinder hatten Spaß bei Ponyreiten und Planwagenfahrten auf dem Gelände des Rittergutes. Außerdem zeigten einige Schülerinnen der Reitanlage Bolten mit ihren Pferden auf dem Sprungparcours ihr Können. Jüngere Schülerinnen präsentierten auf Ross Aramis, was sie in ihren Voltigierübungsstunden erlernt haben.

Da, wo sonst auf die linke Flanke der Pferde das Brandeisen gesetzt wurde, damit die Tiere eindeutig ihrer Rasse zugeordnet werden können, gab es diesmal fast ausschließlich Spritzen. Mit diesen wird ein Mikrochip unter die Haut der Tiere implantiert, auf dem alle wesentlichen Informationen gespeichert sind. „Der Transponder ist für die Fohlen mittlerweile zwingend vorgeschrieben“, erklärte Ulrich Dollbaum. Der Züchter kann selber entscheiden, ob er zusätzlich noch den Heißbrand durchführen lässt - was am Dienstag nahezu keiner wollte. Dollbaum: „Irgendwann in absehbarer Zukunft wird es sicherlich eine Gesetzgebung geben, die den Heißbrand gänzlich verbieten wird.“

Quelle: KStA.de

 
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