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Schmuck für 100.000 Euro gestohlen
Mittwoch, 7. Juli 2010

In der Nacht zum Mittwoch schlugen die beiden Täter das Schaufenster des Juweliers ein und zertrümmerten im Innern Vitrinen. Geschäftsinhaber Walter Blumenthal traf einen der flüchtenden Diebe mit einem Blumentopf.

Bei einem Einbruch in ein Juweliergeschäft an der Kölnstraße in Zülpich erbeuteten Unbekannte in der Nacht zum Mittwoch Schmuck und Uhren im sechsstelligen Euro-Bereich. Wie die Polizei am Morgen nach der Tat mitteilte, hat es sich um zwei Täter gehandelt, von denen einer eventuell Verletzungen davongetragen hat. Der Geschäftsinhaber hatte den Räuber mit einem Blumentopf getroffen, den er den Flüchtenden nachgeworfen hatte.

Der Vorfall ereignete sich am frühen Mittwochmorgen gegen 3.30 Uhr. Beim Einschlagen der Schaufensterscheibe hatten die beiden maskierten Täter einen derartigen Lärm verursacht, dass mehrere Zeugen aus dem Schlaf gerissen worden waren.

Auch der 65-jährige Geschäftsinhaber Walter Blumenthal wurde wach. Seine Wohnung liegt direkt über dem Ladenlokal. Die Alarmanlage, die ausgelöst worden war, sei gar nicht nötig gewesen, um ihn auf die Einbrecher aufmerksam zu machen, erzählte der Optiker- und Uhrmachermeister dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ gestern Mittag: „Die haben drei oder vier Versuche gebraucht, um die Schaufensterscheibe mit schweren Vorschlaghämmern einzuschlagen.“

Dabei hätten die Täter einen Lärm verursacht, der die „halbe Kölnstraße aus dem Schlaf gerissen hat“. Etliche Nachbarn hätten die Tat beobachtet und „währenddessen mit der Polizei telefoniert“. Laut Aussagen der Zeugen trugen die beiden Täter Kapuzenjacken. Durch das zerdepperte Schaufenster an der Außenfassade drangen sie in das Geschäft ein, wo sie im wahrsten Sinne des Wortes einen Scherbenhaufen anrichteten.

Vitrinen zertrümmert

Die Einbrecher nahmen nach Angaben Blumenthals nicht wahllos alles mit, sondern hatten es gezielt auf die wertvollsten Stücke abgesehen: „Silberschmuck und Brillen wurden nicht beachtet.“ Aus einigen zuvor zertrümmerten Vitrinen entwendeten die Täter ausschließlich hochwertige Uhren und Schmuck der obersten Preisklasse. Die Beute wurde in mitgebrachten Umhängetaschen verstaut.

Anschließend entkamen die Einbrecher unerkannt zu Fuß in Richtung Bürgerbegegnungsstätte Martinskirche, wo sie vermutlich ihr Fluchtfahrzeug geparkt hatten. Als die Polizei einige Minuten nach der Alarmierung eintraf, waren die beiden bereits verschwunden.

Blumenthal hatte sich sofort, nachdem er den Lärm bemerkt hatte, auf den Weg ins Ladenlokal gemacht. Durch das Abschalten der Alarmanlage sei er etwas aufgehalten worden. Was vermutlich ein glücklicher Umstand war, wie Blumenthal im Nachhinein selbst meinte: „Wenn ich die erwischt hätte, wäre mir vermutlich sofort skrupellos ein Hammer über den Kopf geschlagen worden.“ So nahm Blumenthal die flüchtenden Täter nur noch von hinten wahr. Er ergriff einen Blumentopf und schleuderte ihn den Flüchtigen hinterher. Wie Blumenthal der Polizei angab, muss er einen der Täter getroffen haben.

Am Mittwochmittag war die zertrümmerte Schaufensterscheibe bereits durch eine Notverglasung ersetzt, und Blumenthal bediente wieder eine Kundin, die sich eine neue Brille zulegen wollte. Zwischendurch war er mit der Aufnahme des Schadens beschäftigt, der nach seiner ersten Schätzung bei 100.000 Euro oder mehr liegen dürfte. Als Blumenthal das sagte, war er allerdings etwas blasser um die Nase als sonst: „So etwas steckt einem schon in den Knochen.“

Quelle: KStA.de

 
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