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In der Nacht zum Mittwoch schlugen die beiden
Täter das Schaufenster des Juweliers ein und zertrümmerten im Innern
Vitrinen. Geschäftsinhaber Walter Blumenthal traf einen der flüchtenden
Diebe mit einem Blumentopf.
Bei einem Einbruch in ein Juweliergeschäft an der Kölnstraße in Zülpich
erbeuteten Unbekannte in der Nacht zum Mittwoch Schmuck und Uhren im
sechsstelligen Euro-Bereich. Wie die Polizei am Morgen nach der Tat
mitteilte, hat es sich um zwei Täter gehandelt, von denen einer
eventuell Verletzungen davongetragen hat. Der Geschäftsinhaber hatte den
Räuber mit einem Blumentopf getroffen, den er den Flüchtenden
nachgeworfen hatte.
Der Vorfall ereignete sich am frühen
Mittwochmorgen gegen 3.30 Uhr. Beim Einschlagen der Schaufensterscheibe
hatten die beiden maskierten Täter einen derartigen Lärm verursacht,
dass mehrere Zeugen aus dem Schlaf gerissen worden waren.
Auch der
65-jährige Geschäftsinhaber Walter Blumenthal wurde wach. Seine Wohnung
liegt direkt über dem Ladenlokal. Die Alarmanlage, die ausgelöst worden
war, sei gar nicht nötig gewesen, um ihn auf die Einbrecher aufmerksam
zu machen, erzählte der Optiker- und Uhrmachermeister dem „Kölner
Stadt-Anzeiger“ gestern Mittag: „Die haben drei oder vier Versuche
gebraucht, um die Schaufensterscheibe mit schweren Vorschlaghämmern
einzuschlagen.“
Dabei hätten die Täter einen Lärm verursacht, der
die „halbe Kölnstraße aus dem Schlaf gerissen hat“. Etliche Nachbarn
hätten die Tat beobachtet und „währenddessen mit der Polizei
telefoniert“. Laut Aussagen der Zeugen trugen die beiden Täter
Kapuzenjacken. Durch das zerdepperte Schaufenster an der Außenfassade
drangen sie in das Geschäft ein, wo sie im wahrsten Sinne des Wortes
einen Scherbenhaufen anrichteten.
Vitrinen
zertrümmert
Die Einbrecher nahmen nach Angaben Blumenthals
nicht wahllos alles mit, sondern hatten es gezielt auf die wertvollsten
Stücke abgesehen: „Silberschmuck und Brillen wurden nicht beachtet.“ Aus
einigen zuvor zertrümmerten Vitrinen entwendeten die Täter
ausschließlich hochwertige Uhren und Schmuck der obersten Preisklasse.
Die Beute wurde in mitgebrachten Umhängetaschen verstaut.
Anschließend
entkamen die Einbrecher unerkannt zu Fuß in Richtung
Bürgerbegegnungsstätte Martinskirche, wo sie vermutlich ihr
Fluchtfahrzeug geparkt hatten. Als die Polizei einige Minuten nach der
Alarmierung eintraf, waren die beiden bereits verschwunden.
Blumenthal
hatte sich sofort, nachdem er den Lärm bemerkt hatte, auf den Weg ins
Ladenlokal gemacht. Durch das Abschalten der Alarmanlage sei er etwas
aufgehalten worden. Was vermutlich ein glücklicher Umstand war, wie
Blumenthal im Nachhinein selbst meinte: „Wenn ich die erwischt hätte,
wäre mir vermutlich sofort skrupellos ein Hammer über den Kopf
geschlagen worden.“ So nahm Blumenthal die flüchtenden Täter nur noch
von hinten wahr. Er ergriff einen Blumentopf und schleuderte ihn den
Flüchtigen hinterher. Wie Blumenthal der Polizei angab, muss er einen
der Täter getroffen haben.
Am Mittwochmittag war die zertrümmerte
Schaufensterscheibe bereits durch eine Notverglasung ersetzt, und
Blumenthal bediente wieder eine Kundin, die sich eine neue Brille
zulegen wollte. Zwischendurch war er mit der Aufnahme des Schadens
beschäftigt, der nach seiner ersten Schätzung bei 100.000 Euro oder mehr
liegen dürfte. Als Blumenthal das sagte, war er allerdings etwas
blasser um die Nase als sonst: „So etwas steckt einem schon in den
Knochen.“
Quelle: KStA.de
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