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Peter Schumacher, Matthias Kurth und Ewald
Lenzen fuhren 1.400 Kilometer bis nach Auschwitz. Das Trio erstrampelte
7.262 Euro für die Lebenshilfe-Heime in Schmidtheim und Bürvenich.
Lebenshilfe-Geschäftsführer Rolf Emmerich und sein
Aufsichtsratsvorsitzender Kurt Schmidt freuten sich am Mittwoch im
Sitzungssaal des Rathauses über eine Spende in Höhe von 7.262,06 Euro.
Überbringer des ansehnlichen Betrages waren Peter Schumacher (59) aus
Düren und Matthias Kurth (70) aus Inden. Gemeinsam mit dem 76-jährigen
Ewald Lenzen aus der Vulkaneifel hatten sie die Spende während der
„Radtour der Hoffnung“ in die Scheuer gefahren, die sie von Düren aus
rund 1.400 Kilometer bis nach Auschwitz führte.
Es war ihre dritte
Radtour zugunsten einer guten Sache. Für Parkinson-Kranke hatten sie vor
zwei Jahren 4.200 Euro „erstrampelt“, im vergangenen Jahr waren es
6.250 Euro für behinderte Kinder in Düren. Für die Lebenshilfe Bürvenich
kam nun eine Rekordsumme zustande.
„Die Radtour der Hoffnung“ ist
für die Initiatoren Schumacher und Kurth der öffentlichkeitswirksame
Aufhänger, um an Sponsoren zu kommen. Über den Start am 3. Mai hatte die
Presse ausführlich berichtet, Emmerich war seither mit der Werbetrommel
unterwegs, und auch die Bürgermeister Albert Bergmann (Zülpich) und
Paul Larue (Düren) unterstützen die Aktion als Schirmherren nach
Kräften. Vor allem Privatleute und Unternehmen aus der Region halfen mit
Spenden. Das Geld wird nun jeweils zur Hälfte den Lebenshilfe-Heimen
für behinderte Kinder in Bürvernich und Schmidtheim zugute kommen. Die
Einrichtungen wollen damit Spielzeug anschaffen. „Da unsere Mittel
derzeit durch die Umbaumaßnahmen in Bürvenich gebunden sind, hätten wir
und das sonst nicht leisten können“, sagte Emmerich.
Die Radtour
führte über 13 Tagesetappen nach Auschwitz. Kurth: „Wir wollten uns
selbst einmal ein Bild von den dort verübten Gräueltaten machen und
waren tief bewegt.“ Aus Sicht Emmerichs war das Ziel der Reise auch für
die Lebenshilfe von erheblicher Bedeutung. „Unsere behinderten Kinder
wären als »lebensunwert« eingestuft worden und hätten unter den Nazis
keine Chance gehabt.“
Allerdings war es einem Zufall zu verdanken,
dass diesmal Emmerichs Institution Nutznießer der Aktion wurde, wie
Schumacher erzählte: „Bei einer meiner Trainingstouren habe ich mich
verfahren und stand plötzlich vor dem Tor der Lebenshilfe.“
Quelle: KStA.de
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