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Seit 40 Jahren findet die Stuten- un
Fohlenschau in Enzen statt. Zum diesjährigen Programm gehörten
kostenlose Kutschfahrten des Reitstalls Lindenhof, eine Vorführung der
Springreiter und Voltigieren des Reitvereins Enzen.
Ganz schön komisch fand „Fly“ den gestrigen Morgen. Nachdem sie wach
wurde, kam sofort ihr Besitzer und los ging es: Fly wurde gestriegelt
und gebürstet, was das Zeug hielt. Nach einem ausgiebigen Bad ging der
Stress im Hänger weiter und am Ziel kamen etliche Eindrücke hinzu, die
das kleine, sechs Wochen alte Fohlen erst einmal verdauen musste.
Aber
auch die Wochen zuvor standen seltsame Dinge auf dem Programm. Stute
„Anka“ wunderte sich auch ein wenig, warum ihr Fohlen ständig an einem
Strick durch die Gegend geführt wurde. „Manchmal haben die beiden mich
schon mit fragenden Augen angeschaut, aber wir mussten ja auch üben“,
erklärte Pferdebesitzer Klaus Grobe aus Kirchheim. Zum ersten Mal nahm
er gemeinsam mit den beiden Tinkern an der Stuten- und Fohlenschau in
Enzen teil.
Familie Bolten, auf deren Anlage die Schau
stattgefunden hatte, ist das gewohnt. „Die Schau findet seit 40 Jahren
statt. Seit 20 Jahren moderiere ich das Ganze. Die Leute wollen hier
ihre Fohlen vermarkten und ihre Zucht publik machen“, erklärte Ulrich
Dollbaum.
Immer im Auge hatte er die Richter, die die Pferde
beurteilten, die von Dollbaum angekündigt wurden. Fünf Kriterien
spielten bei der Bewertung eine Rolle: Rasse und Geschlecht, Körperbau,
Bewegung, Schwung und Elastizität sowie Gesamteindruck. Dabei gab es
null bis zehn Punkte.
Aber nicht nur bei der Schau gab es für die
Richter Ernst Wilhelm Schröder, Claudia Kieffer, Martin Spoo und
Franziska von Kintzel einiges zu sehen. Zum Programm gehörten kostenlose
Kutschfahrten des Reitstalls Lindenhof, eine Vorführung der
Springreiter und Voltigieren des Reitvereins Enzen. 75 Pferde und Ponys
tummelten sich auf der Anlage. Viele davon wurden vor Ort an einen neuen
Besitzer verkauft. Andere einem neuen Zuchtpartner versprochen.
Übrigens:
„Fly“ und Mama „Anka“ ergatterten den ersten Platz. „Wir sind sehr
stolz. Super, dass alles gut geklappt hat“, freute sich Grobe. Nachdem
der Vorführung gab es noch eine kurze Schrecksekunde für „Fly“. Sie
wurde mit einem Transponder gechippt, dann ging es endlich wieder nach
Hause. Dort gab es eine extra Portion Heu.
Quelle: Rundschau
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